Aktuelles
Familiengottesdienst zum Eichenfest und Kindergartensommerfest
Ort: Marktkirche Ortenburg
Liturgie: Pfr.in Sabine Hofer
Eichenfest und Kindergartensommerfest
50 Jahre Haus Kreppe und 5 Jahre Haus Föhrenberg werden zusammen mit dem Eichenfest gefeiert.
- Auftakt: 10 Uhr der Familiengottesdienst in der angenehm kühlen Marktkirche.
- Nach dem Gottesdienst gibt es Grill-Spezialitäten, vegetarisches Essen
und kühle Getränke unter der Friedenseiche.
- Im Gemeindehaus kann man sich Kaffee, Kuchen und Torten schmecken
lassen.
- Ab 12:30 Uhr bietet der Kindergarten Spielstationen zwischen und
in seinen beiden Häusern, die zur Besichtigung geöffnet sind.
- Um 15:00 gibt es in der Marktkirche ein Kasperltheater.
- Der Elternbeirat löst wie immer die Gewinne der Tombola ein.
Nachruf zum Tod von Gerda Bachmayer (75)
Keiner pflegte die Gemeindepartnerschaft Orosháza (Ungarn) und Ortenburg wie Gerda Bachmayer. Sie hielt persönlich Kontakt und war mehrmals für einige Wochen in der Evangelischen Schule in Orosháza, um Deutschkurse zu halten.
Deutschkurse gab sie auch in Ortenburg für Menschen aus aller Welt, jeden Dienstag im Gemeindehaus und regelmäßig Deutschnachhilfe bei sich zu Hause. Dabei nahm sie sich aller Nöte ihrer Schülerinnen und Schüler jeden Alters an, erzählte von ihrem Glauben, betete für sie und begleite sie auch auf Ämter und zu Gerichtsverhandlungen. Gerda Bachmayer fürchtete sich vor nichts und niemand und betete und vertraute Gott wie ein Kind. Das machte sie unangepasst, mutig, entschlossen. Unaufhaltsam, immer schnellen Schrittes leicht nach vorne gebeugt ging sie ihren ganz eigenen Weg. Jeden Sonntag ging sie in den Gottesdienst in Neuendettelsau, in Berlin, in München, in Aidenbach, meistens in Ortenburg. Hier war sie seit Jahrzehnten Prädikantin und hielt regelmäßig Gottesdienste, zuletzt auch häufig in Aidenbach.
Seit 2012 gehörte sie dem erweiterten Kirchenvorstand an und erweiterte den Horizont der Kirchengemeinde weltweit wie keine andere.
Am Sonntag vor Pfingsten zog sie mit dem Kirchenvorstand den Konfirmanden voraus in die Kirche und schrieb ihnen noch einen Brief, den sie im Gemeindehaus zu den Konfibriefkästen hängte. Am Montag betete sie in der Kirche beim Abendgebet für ihre Freundin, die die gleiche Krankheit hatte, wie sie. Danach war sie in der Kirchenvorstandssitzung. „Ich muss zum Arzt“, sagte sie. Doch vorher hielt sie am Dienstag ihren Deutschkurs. Am Donnerstag schrieb sie eine Whatsapp: „Ich bin im Krankenhaus. Mein Zustand hat sich verschlechtert. Die Lesung beim Pfingstgottesdienst kann ich leider nicht übernehmen.“ Als ich sie am Samstag besuchte, saß sie im Bett, frisch, entspannt, gelassen. Auf dem Nachtkästchen nebendran ihre Patientenverfügung. Sie sagte: „Ich bete nicht, dass ich wieder gesund werde, sondern, dass mir Gott die Kraft gibt, das zu tragen, was jetzt kommt.“ „Dürfen wir trotzdem beten, dass Gott dich wieder gesund macht? Wir wollen dich noch länger haben,“ sagte ich. Wir lachten und beteten.
Zwei Tage später rief das Krankenhaus an. Es geht zu Ende. Als ich
zu ihr fuhr, kamen mir in ihrer Todesstunde die Worte von Dietrich
Bonhoeffer in den Sinn, die er im Gefängnis in Berlin-Tegel schrieb:
„Fasse dich, Bruder, bald hast du´s vollbracht,
bald, bald!
Mutig und stolzen Schrittes hör´ ich dich schreiten.
Nicht mehr den Augenblick siehst du,
siehst künftige Zeiten.“
Auf ihren Wunsch hin darf sie ins Gemeindegrab zu den Armen, zu denen, die keinen Menschen haben, zu denen, die ihr zeitlebens am Herzen lagen.
Anstelle von Blumen am Grab bittet die Familie um Spenden für
Mission Eine Welt:
„Bestattung Gerda Bachmayer – Spende für Mission Eine Welt –
Papua-Neuguinea“
Raiffeisenbank Ortenburg
Ev. Luth. Kirchengemeinde Ortenburg
IBAN: Im Gemeindeboten
Pfr. Johannes Hofer
Bisher gestreamte Gottesdienste auf
Offenbarung 21,5
Bereits 1563 führte Graf Joachim in seiner reichsfreien Grafschaft die Reformation ein. Die beiden historischen Kirchen, die Laurentiuskirche in Steinkirchen, in der heutigen Gestalt aus 1478 mit ihrem historischen Friedhof, und in Ortenburg die Marktkirche von 1518 zeugen von einer bewegten Geschichte der Kirchengemeinde.
Der im Gemeindeaufbau integrierte, Kinder- und Elternfreundliche Kindergarten mit dem Konzept der „offenen Arbeit“ kann auf eine über 150jährige Geschichte zurückblicken. Das Konfirmandenhaus, zuletzt evangelisches Internat, seit 2020 als Kindergarten genutzt, und die evangelische Realschule, früher evangelische Haushaltungsschule, komplettieren die evangelische Enklave, die inzwischen eine mehrheitlich katholische Bevölkerung aufweist.
So ist in Ortenburg Ökumene groß geschrieben, was sich in vielen ökumenischen Andachten, Gottesdiensten und im ökumenischen Bibelweg ausdrückt, der ein Teil des europäischen Pilgerweges „Via Nova“ ist.
Abwechslungsreiche Gottesdienste, über 150 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in verschieden Gruppen und Kreisen zeugen von einer engagierten lebendigen Gemeinde, wo Gottes Wort gehört und gelebt wird.
Freuet euch! Der Herr ist nahe." (Phil 4,4)
Freut euch und lacht wie Tobias Findeisen mit unserem
Pfarrer Johannes Hofer
Evangelisch mitten in Bayern (Youtube)